Paul Panhuysen
Voltaic Memory Space
01. Juli 2011 - 18. September 2011
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Der 1934 geborene Paul Panhuysen gehört zur ersten Generation von Künstlern, die sich von klassischen Aufführungsformen und -orten lösten. Das Werk des Niederländers nimmt in der Klangkunst eine singuläre Position ein. Bereits 1965 entstand seine erste Klangskulptur. Seit 1982 realisiert er Installationen mit langen Saiten. Für den Kleinen Wasserspeicher hat Paul Panhuysen eine neue Klanginstallation entwickelt, die akustische und visuelle Aspekte des Raumes gleichermaßen thematisiert. Die Transparenz der Architektur und die akustische „Durchhörbarkeit“ bilden die Ausgangspunkte seiner künstlerischen Arbeit vor Ort. In „Voltaic Memory Space“ wird das Zentrum des Speichers zur Bühne für das Spiel der langen Saiten. Rote Blechdosen und große, glänzende Edelstahlbleche an den Wanddurchlässen dienen als Resonanzmembranen und verwehren gleichzeitig den Zugang nach innen. Kleine, motorgetriebene Plektren am Boden bespielen das quer durch den Raum verspannte Netz der Saiten. Auslöser und Interpret dieses Spiels ist der Besucher selbst. Erst seine Bewegung aktiviert die Motoren und steuert deren Aktionen. Während sich die metallisch schnarrenden Resonanzklänge der Bleche im Raum entfalten, kontrapunktieren an Vogelgesang erinnernde Klänge das Geschehen. Sie stammen von Klangmodulen in den äußeren Gewölbegängen. Wie ein vielstimmiger Chor virtueller Vögel ziehen die Klänge ihre Kreise im symmetrischen Backsteinrund. Mit „Voltaic Memory Space“ schafft Paul Panhuysen einen faszinierenden Erfahrungsraum, in dem sich die Wahrnehmung von Innen und Außen, Kontrolle und Zufall, Ordnung und Chaos ständig verschiebt.


Vernissage am 30.06.2011 um 18 Uhr
Mi - So  14 – 20 h
Lange Nacht: 11.09. bis 24 h

Kleiner Wasserspeicher: Eingang Diedenhofer Straße
Eintritt: 4/erm. 3 € (für beide Wasserspeicher)